Aktuelle Erlebnisse & Medienberichte


Bilder vom Tag der offenen Schule am 13. November


Jede Menge Technik und Möglichkeiten

An unserer Schule entsteht zurzeit eine neue und sehr gut ausgestattete Werkhalle. Die Fertigstellung ist für Mitte 2022 geplant. Auf den 800 Quadratmetern entstehen sechs Fachräume mit Nebenräumen. Geplant sind unter anderem Bühnenräume für die Fächer Musik und Darstellen & Gestalten, ein Kunstraum mit einem Töpferofen und Glasfusingofen und Technikräume mit 3D-Druckern, Elektronik, Robotik, Kreissägen, Drehmaschinen und Schweißtischen. Detaillierte Informationen stehen im aktuellen Kundenmagazin der Gemeindewerke Grefrath (Seiten 8-9), welches hier als pdf heruntergeladen werden kann.

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Lesung gegen das Vergessen und Vergessenwerden

Damit die Opfer von Auschwitz ihre Gesichter behalten

 

„Die Zeiten des Spielens war vorbei. Die Kinder wussten nicht, wann der Tod kommt. Aber sie wussten, dass er kommt.“ Mit diesen Worten beginnt Alwin Meyer seine Lesung in der Sekundarschule Grefrath. Rund 90 Zehntklässler*innen haben an diesem Novembermorgen den Weg in die Aula gefunden und hören aufmerksam den Worten des Schriftstellers zu. Alwin Meyer ist der Autor des Buches: „Vergiss Deinen Namen nicht: Die Kinder von Auschwitz“. Die Lesung wird im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben" gefördert. Meyer hat über Jahrzehnte nach Kindern von Auschwitz gesucht. 80 von ihnen hat er gefunden, mit ihnen gesprochen und ihr Vertrauen gewonnen. Viele erzählten ihm zum ersten Male vom Lagerleben, von einer Kindheit, in der der Tod immer präsent und nie natürlich war. Die Kinder wurden mit ihren Familien nach Auschwitz verschleppt oder kamen dort unter unvorstellbaren Bedingungen zur Welt. Nur wenige haben überlebt. 

 

Die wahren Worte des Autors bewegen die Jugendlichen in Grefrath. Etwa als er die katastrophalen Lebensbedingungen der Kinder in Auschwitz schildert und aus seinem Buch vorliest: „Wir wurden wie Vieh behandelt. Ich wusste, es ging um Leben und Tod.“ Oder als Meyer über einen Jungen berichtet, der nicht daran glaubte, dass man eines natürlichen Todes sterben kann. Man werde doch schließlich getötet. Worte, die auch die Sekundarschüler*innen an diesem Morgen aufhorchen lassen und erschüttern. „Ich habe eine Gänsehaut. Das ist alles so unvorstellbar“, sagt etwa Emma. Und Lale ergänzt: „Es wirkt fast nicht real, weil es einfach so grausam ist.“ Die Zehntklässler*innen haben sich im Unterricht schon sehr umfangreich mit dem Nationalsozialismus und seinen Gräueltaten beschäftigt. „Wir haben in der Schule auch schon einige Filme über das Thema geschaut. Aber die Lesung heute mit den Berichten der Zeitzeugen hat alles noch mal viel näher gebracht. Es ist wichtig, dass dieses Thema niemals in Vergessenheit gerät“, sagen Paula und Maren. 

 

Als Marco die Frage stellt, ob Alwin Meyer einige Geschichten der Menschen am liebsten wieder vergessen würde, antwortet er: „Der Schmerz ist immer da! Es beschäftigt mich natürlich sehr, aber ich möchte nicht, dass diese Menschen vergessen werden. Wir alle haben ein unfreiwilliges Erbe. Es geht jetzt darum, wie wir damit umgehen. Wir sollten unsere Geschichte genau kennen.“ 

Daran setzt auch die Sekundarschule Grefrath an. Die Lesung heute bereitet auch die geplante Stolperstein-Aktion im Frühjahr vor. Außerdem fährt der gesamte zehnte Jahrgang – sofern es die Pandemielage zulässt – auf Stufenfahrt nach Krakau. Dabei soll dann natürlich auch die Gedenkstätte Auschwitz besucht werden. Die Sekundarschule Grefrath möchte mit solchen Aktionen aktiv aufklären und antisemitischen Stimmungen vorbeugen. Sie gehört damit nicht nur auf dem Papier zu dem Verbund "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage".

 

Auf dem Foto: Alwin Meyer liest aus seinem Buch vor und zeigt dabei Bilder aus seinem Privatarchiv


Mit Taktgefühl über die Hemmschwelle getanzt

 Hip-Hop-Tanzkurs begeistert unsere Sekundarschüler*innen

 

15 Sechst- und Siebtklässler*innen stehen im Klassenraum, alle Tische sind beiseite geschoben, es ist ganz still – noch. Als Mohamed Elkaddouri - auch Mo genannt - die Musik einschaltet, fangen die Sekundarschüler sofort begeistert an ihre Hip-Hop-Tanzschritte auszuführen. Oder, wie es in der Hip-Hop-Sprache richtig heißt, sie ‚bouncen’, ‚grooven’ und ‚floaten’, erklärt Mo von der Area-Urban Dance Company Krefeld.

 

Der Hip-Hop-Tanzkurs ist nur eines der Angebote, welches im Rahmen des Kulturrucksacks NRW in diesem Jahr an der Sekundarschule Grefrath angeboten wird. Der Kulturrucksack startete vor neun Jahren und wurde damals vom Land gemeinsam mit den Kommunen und Kultureinrichtungen auf den Weg gebracht. Dabei wird den Jugendlichen Kultur in verschiedenen Bereichen schmackhaft gemacht.

 

Und das scheint in diesem Kurs besonders gut zu funktionieren. „Die Kinder sind alle mit Spaß dabei. Darum geht es hier. Sie sollen ihre Kreativität ausdrücken können und ihr Selbstvertrauen stärken. Durch das Tanzen können so viele Hemmschwellen abgebaut werden, wenn man sich denn nur richtig traut“, erklärt Tanzlehrer Elkaddouri. Ähnlich sieht es Celine aus der sechsten Klasse: „Ich lerne hier, dass ich mir mehr zutrauen sollte und wir gemeinsam einen tollen Tanz auf die Beine stellen können.“  Ihre Klassenkameradin Amanda ergänzt: „Das ist so cool hier. Endlich lerne ich mal richtig zu tanzen.“ Von den Tanzschritten ist auch Luis begeistert: „Viele Schritte hat man eigentlich schon nach kurzer Zeit drauf, ich habe hier schon so viele neue Tanzschritte gelernt.“

 

Das Ziel am Ende des Kurses sollte sein, „dass die Kinder auf den hier erlernten Grundlagen erste eigene Choreographien entwickeln können“, erklärt Elkaddouri. Und vielleicht haben die Sekundarschüler*innen dafür noch etwas mehr Zeit, sollte der Wunsch von der Sechstklässlerin Sidney erfüllt werden können: „Der Tag hier hat so viel Spaß gemacht, davon hätten wir gerne mehr. Es wäre toll, wenn dieses Angebot demnächst als AG angeboten würde.“

 

Auf dem Foto: Mohamed Elkaddouri und seine Hip-Hop-Dance-Crew der Grefrather Sekundarschule 


Sekundarschüler*innen nehmen an der U18-Wahl teil

Weil auch unsere Meinung zählt - Grefrather Sekundarschüler*innen simulieren Bundestagswahl

 

Liegen Wahlzettel und Kugelschreiber bereit? Ist auch genügend Abstand zwischen den Wahlkabinen? Steht die Wahlurne günstig? Genau wie bei der echten Bundestagswahl am 26. September stellte man sich diese Fragen auch in der Sekundarschule Grefrath. Alle Fünft- bis Zehntklässler*innen waren dazu aufgerufen, ihre Stimme für ihre zurzeit favorisierte Partei abzugeben. Lehrer Tobias Knops und die Fachkraft für Kinder- und Jugendbeteiligung, Melissa Frühling, haben die bundesweite Aktion ‚U18-Wahlen’ an die Sekundarschule geholt. „Auch wenn die jungen Menschen noch nicht wahlberechtigt sind, so haben sie doch eine Meinung. Und diese sollte auch publik gemacht werden“, so Frühling.

 

Ähnlich sieht es Maren, die gemeinsam mit der SV  als Wahlhelferin zur Verfügung stand: „Es ist wichtig, dass wir jetzt schon gut informiert sind. Das ist die optimale Vorbereitung auf kommende Wahlen, wenn wir wirklich stimmberechtigt sind“, so die 15-Jährige. Und ihr Klassenkamerad Finnley ergänzt: „So können die Politiker sich auch ein Bild davon machen, wie ihre Wähler von morgen – also wir – denken.“

 

Die Schule an der Dorenburg hat ihre Schülerinnen und Schüler intensiv auf diese symbolische Wahl vorbereitet. „Das war ganz wichtig, damit wir wissen, wie das politische System funktioniert und wie solche Wahlen überhaupt ablaufen“, sagt Zehntklässler Jan. Und sein Lehrer, Tobias Knops, ergänzt: „Genau dort setzt doch die U18-Wahl an. Nur wenn Kinder und Jugendliche demokratische Prozesse erleben und an ihnen teilhaben, können sie deren enorme Wichtigkeit für das Zusammenleben unterschiedlicher Menschen verstehen.“

 

Das Zusammenspiel verschiedener Menschen spiegelt sich auch in der eigens kreierten Wahlurne aus dem Kunstunterricht (siehe Foto) wieder: die individuell bunt gestalteten Handabdrücke hunderter Kinder und Jugendlicher wurden auf einen riesigen Karton geklebt. Die Botschaft dahinter fast der 15 jährige Ben treffend zusammen: „Generell ist es enorm wichtig wählen zu gehen. Damit heben wir unsere Hände für die Demokratie.“